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24.02.2010  Das Lernen machen Schüler von alleine

 

In einem kleinen, sehr persönlichen Rahmen feierten Vertreter der Firma Wellkistenfabrik Fritz Peters GmbH & Co. KG und das Kollegium der Heinrich-Pattberg-Realschule in Moers am 24.02.2010 die Unterzeichnung Ihrer Kooperationsvereinbarung und besiegelten damit Ihre Absicht zukünftig gemeinsame schulische Projekte zu realisieren.

 

 

Für die Heinrich-Pattberg-Realschule ist diese Kooperation bereits die zweite, die die Schule mit einem Unternehmen aus der Region eingeht.
Bereits 2007 schloss sie eine Kooperation mit Dr. Oetker in Moers, die auch nach drei Jahren nichts an ihrem anfänglichen Elan und ihrer anfänglichen Dynamik verloren hat. Die Verantwortlichen arbeiten mit viel Engagement, viel Zeitaufwand aber auch Lust an der Sache wie am ersten Tag zusammen, um Ihre Schülerinnen und Schüler mithilfe Ihres Partnerunternehmens auf die Berufswelt vorzubereiten.

„Schule leistet heute mehr als früher“, so Schulleiter Klaus Michael Graack. „Berufsorientierung ist eine wichtige schulische Aufgabe, auch weil sich die Familie zurzeit längst von dieser Aufgabe verabschiedet hat. Auch wegen unzureichender Kenntnisse der Berufswelt entwickeln sich bei den Jugendlichen oft unrealistische Berufsvorstellungen. Daher ist eine Kooperation von Schule und Wirtschaftsunternehmen unumgänglich, um die Jugendlichen fit zu machen.“

Auch die Firma hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Dabei geht es dem Geschäftsführer Winfried Boscher des seit 1958 in Moers-Kapellen ansässigen Familienunternehmens nicht nur um Rekrutierung guter Nachwuchskräfte. Auch soziale Verantwort wie auch vor allem der starke Glaube an die Lernfähigkeit und auch Lernbereitschaft der Jugendlichen ist treibender Motor für die Firma mehr Zeit und Mühe, über das alltägliche Tagesgeschäft hinaus, zu investieren.

„Freiwillig hört keiner auf zu lernen. Die heutige Jugend ist genauso lernfähig und lernwillig wie früher. Ausnahmen bestätigen die Regel und sollten nicht pauschalisiert werden. Wozu auch, Klagen helfen nicht weiter“, so Geschäftsführer Winfried Boscher.

Die Gründe für die aktuellen Bildungsmissstände und die unzureichende Berufsqualifikation der Jugend begründet er unter Anderem damit:
„Die heutige Berufswelt ist wesentlich komplexer und unübersichtlicher geworden.“

Einen gemeinsamen grundsätzlichen Lösungsansatz finden die beiden zukünftigen Partner in der langfristig angelegten Kooperation.

Für beide ist es völlig klar: Damit Schüler überhaupt ein Gefühl für die Berufswelt und ihr späteres Leben entwickeln können, sollten Firmen ihre Türen öffnen und Einblick gewähren. Das Lernen machen die Schüler dann von alleine.